Spielbericht – HT Uhingen-Holzhausen : HSG Ermstal 25:25 (11:13)

Die HSG Ermstal hat sich im Auswärtsspiel bei der HT Uhingen-Holzhausen nach einer dramatischen Schlussphase mit einem 25:25-Unentschieden begnügen müssen. Nach einer starken Leistung über weite Strecken fühlte sich der Punktgewinn am Ende eher wie zwei verlorene Zähler an.

„Ein Punkt auswärts ist okay – aber nach diesem Spielverlauf fühlt er sich wie eine Niederlage an.“ – Moritz Bader

Die Partie begann mit einer starken Anfangsphase der Ermstäler – allerdings nur spielerisch. Mit viel Tempo und konsequentem Umschaltspiel erspielte sich die HSG immer wieder freie Durchbrüche und beste Torchancen. Doch neben einer schwachen Chancenverwertung verhinderten auch zahlreiche technische Fehler, dass sich Ermstal früh belohnen konnte. So geriet die HSG trotz der besseren Spielanlage zunächst in Rückstand.

Mit zunehmender Spielzeit legte Ermstal die Unsicherheiten ab und fand immer besser in die Partie. Das schnelle Tempospiel brachte die Gastgeber immer wieder in Bedrängnis und die HSG drehte das Spiel noch vor der Pause zu einer verdienten 13:11-Führung.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Ermstal lange die spielbestimmende Mannschaft und setzte sich zwischenzeitlich mit vier Toren ab. Ein wichtiger Faktor war dabei Lukas Bader, der vom Siebenmeterpunkt einen perfekten Tag erwischte und alle sechs Strafwürfe sicher verwandelte.

Defensiv hatte die HSG jedoch über die gesamte Spielzeit immer wieder Probleme auf der linken Abwehrseite. Uhingen-Holzhausen fand dort regelmäßig den Durchbruch und kam über den Kreis immer wieder zu einfachen Torabschlüssen.

Als Ermstal in der Schlussphase auf 25:22 davonzog, schien der Auswärtssieg bereits zum Greifen nah. Doch dann kippte die Partie komplett. Die letzten Minuten waren geprägt von großer Hektik auf beiden Seiten – Ballverluste, schnelle Abschlüsse und viele umkämpfte Situationen bestimmten das Spiel. In dieser Phase wuchs Torhüter Leo Maginski über sich hinaus und hielt die HSG mit mehreren überragenden Paraden im Spiel.

Die Gastgeber kämpften sich dennoch Tor um Tor zurück und erzielten kurz vor Schluss den Ausgleich zum 25:25. Direkt nach diesem Treffer nahm HSG-Trainer Trost das Team-Timeout, um den letzten Angriff zu besprechen und den möglichen Auswärtssieg vorzubereiten.

Die Spannung in der Haldenberghalle war kaum zu überbieten. Nach der Auszeit spielte Ermstal den letzten Angriff aus, der Ball landete bei Marco Weinschenk. Mit der Schlusssirene hatte er den Siegtreffer auf der Hand – doch sein Wurf strich hauchdünn am Tor vorbei. Sekunden später ertönte der Schlusspfiff und die HSG musste sich nach einer starken Auswärtsleistung mit einem bitteren 25:25-Unentschieden zufriedengeben. 

Die HSG schaut nun geradeaus und fokussiert sich auf die nächsten beiden Trainingseinheiten. Denn schon kommenden Sonntag empfangen die Ermstäler um 20 Uhr in der Heimischen Neuwiesenhalle den TV Großengstingen den Aufsteiger aus der Bezirksoberliga von dem man sich zwei sichere Punkte erhofft.