Ernüchternder Heimauftritt: HSG Ermstal unterliegt Wi-Wi-Do deutlich

Die Männer 1 der HSG Ermstal mussten sich am vergangenen Sonntag in der Landesliga der HSG Winzingen-Wissgoldingen-Donzdorf mit 30:38 geschlagen geben. Gegen den Verbandsliga-Absteiger fanden die Ermstaler über weite Strecken keinen Zugriff in der Defensive und mussten sich am Ende verdient geschlagen geben.

Mit der HSG Winzingen-Wissgoldingen-Donzdorf gastierte ein Absteiger aus der Verbandsliga in Ermstal, der bislang nur schwer in die Saison gefunden hatte. Mit 2:8 Punkten belegte Wi-Wi-Do vor der Partie den letzten Tabellenplatz. Doch bereits in der Spielanalyse von Trainer Trost wurde deutlich, dass die Gäste keinesfalls zu unterschätzen waren und nach wie vor über genügend Qualität verfügen, um an ihre Verbandsliga-Leistungen anzuknüpfen. Entsprechend gut vorbereitet gingen die Ermstaler in die Begegnung.

Der Start in die Partie verlief allerdings alles andere als nach Plan. Vor allem in der Abwehr fanden die Ermstaler zunächst keinen Zugriff auf die gegnerischen Angreifer. Besonders Felix Däumling mit der Rückennummer 27 stellte die Defensive vor große Probleme. Mit seinem überragenden Überzieher brachte er die Ermstaler Abwehr immer wieder ins Wanken und war bereits in der ersten Halbzeit an zehn Toren beteiligt. So lagen die Hausherren bereits nach acht Minuten mit 4:8 zurück.

Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte gelang es den Ermstalern nicht, die Defensive entscheidend zu stabilisieren. Die Gäste nutzten die sich bietenden Chancen konsequent und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Beim Spielstand von 13:16 in der 20. Minute folgte dann der nächste Rückschlag für die Hausherren: Kapitän Michael Müller sah die Rote Karte. Damit verloren die Ermstaler nicht nur ihren Spielführer, sondern auch einen wichtigen Bestandteil ihrer Abwehr.

Die ohnehin schwierige Situation verschärfte sich dadurch zusätzlich. In den letzten zehn Minuten vor der Pause übernahm Wi-Wi-Do endgültig die Kontrolle über das Spiel und setzte sich Tor um Tor ab. Mit einem deutlichen 16:23-Rückstand ging es für die HSG Ermstal in die Kabine.

Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Ermstaler zunächst keine Antwort auf die dominante Vorstellung der Gäste. Statt einer erhofften Aufholjagd wuchs der Rückstand weiter an. In der 37. Minute zeigte die Anzeigetafel bereits ein deutliches 17:27.

Erst in der 40. Minute setzte Moritz Bader auf der halblinken Position nochmals ein Ausrufezeichen. Mit mehreren gelungenen Durchbrüchen brachte er neuen Schwung in das Angriffsspiel der Ermstaler und versuchte, seine Mannschaft zurück in die Partie zu führen. Doch auch seine starke Phase reichte nicht aus, um den deutlichen Rückstand entscheidend zu verkürzen. Ebenso blieben mehrere Überzahlsituationen zunächst ohne den erhofften Ertrag.

Eine weitere Rote Karte aufseiten der Gäste brachte schließlich noch einmal Bewegung in die Begegnung. Luca Hofelich musste nach seiner dritten Zeitstrafe vorzeitig vom Feld, wodurch sich für die Ermstaler neue Möglichkeiten ergaben. Das Momentum schien dadurch zumindest ein Stück weit auf die Seite der Hausherren zu kippen. Der Rückstand war zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits zu groß, um das Spiel noch einmal ernsthaft spannend zu machen.

Am Ende mussten sich die Männer 1 der HSG Ermstal mit 30:38 geschlagen geben. Vor allem die fehlende Stabilität in der Abwehr und die konsequente Chancenverwertung der Gäste machten an diesem Nachmittag den Unterschied.

Durch die Niederlage müssen sich die Ermstaler vorerst aus den Top 3 der Landesliga verabschieden und belegen aktuell den fünften Tabellenplatz. Nun gilt es, die richtigen Lehren aus der Partie zu ziehen und den Fokus auf die nächste Aufgabe zu richten.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Am 14. November um 20 Uhr steht für die Männer 1 das mit Spannung erwartete Lokalderby gegen den Tabellenzweiten TV Neuhausen/Erms 2 an. Vor heimischer Kulisse in der Neuwiesenhalle wollen die Ermstaler wieder ein anderes Gesicht zeigen und gemeinsam mit ihren Fans die nächsten Punkte einfahren.

Die Mannschaft freut sich auf zahlreiche Unterstützung im Derby!