
HSG Ermstal – TV Großengstingen 26:21 (12:11)
Zum ersten Heimspiel der neuen Landesliga-Saison empfing die HSG Ermstal den Aufsteiger TV Großengstingen. Die Gäste reisten mit einigen mitgereisten Fans im Rücken an und waren nach ihrem Aufstieg nur schwer einzuschätzen. Entsprechend groß war die Anspannung auf Seiten der Ermstäler. Dennoch war von Beginn an klar: Die zwei Punkte sollten in der heimischen Halle bleiben.
Die HSG fand gut in die Partie, doch schnell zeichnete sich eine intensive Abwehrschlacht ab. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und machten es dem jeweiligen Angriff schwer, zu einfachen Toren zu kommen. So stand es nach zwölf gespielten Minuten gerade einmal 4:3. Auch Torhüter Kevin Maisch erwischte einen starken Tag und trug mit wichtigen Paraden seinen Teil dazu bei, dass die Ermstäler die Oberhand behielten.
Kurz vor der Halbzeit folgte dann ein Schockmoment für die HSG: Marco Weinschenk sah nach einem Gesichtstreffer infolge einer unglücklichen Abwehrbewegung die Rote Karte und musste das Spielfeld verlassen. Trotz einer gefühlten Überlegenheit gelang es den Ermstälern bis dahin nicht, sich entscheidend abzusetzen. Die Gäste blieben hartnäckig und hielten die Partie offen. Mit einer knappen 12:11-Führung ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Doch eines war klar: Die HSG wollte die Punkte unbedingt im Ermstal behalten.
Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Hausherren einen guten Start. Gleichzeitig wurde immer deutlicher, wie körperbetont und intensiv die Partie geführt wurde. Erst in der 40. Minute gelang es den Ermstälern, sich erstmals mit drei Toren abzusetzen und etwas Luft zwischen sich und die Gäste zu bringen.
„Unsere Abwehr war heute der Schlüssel zum Sieg. Wir haben als Mannschaft gekämpft und auch in den schwierigen Phasen dagegengehalten.“ fasste Kapitän Michael Müller die Partie zusammen.
In der 45. Minute wurde es dann erneut hektisch: HSG-Rückraumspieler Maximilian Fritz wurde bei einem Gegenstoß von Marvin Hummel hart abgeräumt. Auch der Großengstinger sah dafür die Rote Karte und musste auf der Tribüne Platz nehmen.
Fünf Minuten später traf es erneut die HSG: Niklas Dwors sah nach einem Foul ebenfalls die Rote Karte. Damit musste die HSG zwischenzeitlich sogar in doppelter Unterzahl agieren.
Die Gäste nutzten diese Phase und verkürzten den Rückstand noch einmal. Doch die Ermstäler ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit Kampfgeist, einer geschlossenen Mannschaftsleistung und wichtigen Aktionen in der Defensive behielt die HSG die Kontrolle über die Partie.
In der Schlussphase machte die HSG schließlich alles klar und belohnte sich mit einem verdienten 26:21-Heimsieg. Damit bleiben die ersten beiden Punkte vor heimischem Publikum in Ermstal.
Nach dem zweiten Spieltag steht die HSG mit 3:1 Punkten auf einem soliden vierten Tabellenplatz. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht: Bereits am kommenden Sonntag wartet die nächste Herausforderung. Um 17 Uhr gastieren die Ermstäler beim TV Treffelhausen und wollen dort an die kämpferische Leistung anknüpfen.
